An der Brüder-Grimm-Schule wird prinzipiell nach den Richtlinien der Grundschule unterrichtet. Das heißt, die Kinder lernen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Sport, Englisch, Religion, Kunst und Musik.

 

Oftmals benötigen die Schülerinnen und Schüler für die Schuleingangsphase drei Jahre. Die zusätzliche Zeit wird für eine intensive Sprachförderung genutzt. Somit  verbleiben die Schüler*innen maximal fünf Jahre an der Brüder-Grimm-Schule, sofern der Förderort nicht vorher gewechselt wird.

Die Schuleingangsphase kann aber auch -so wie es die Rechtsverordnung vorsieht-  im Rahmen individueller Fördermaßnahmen in zwei oder einem Jahr durchlaufen werden.

 

 

Der Unterricht beginnt an der Brüder-Grimm-Schule um 8.00 Uhr. Alle Schülerinnen und Schüler werden mit Bussen zur Schule befördert. 

Im ersten Schulbesuchsjahr (S1) werden zunächst wichtige „Vorläuferkompetenzen“ für die Fächer Mathe (z.B. Farben und Formen) und Deutsch (z.B. Reime und Silben) erarbeitet, aber auch die Graphomotorik sowie visuelle und auditive Wahrnehmung geübt. Für den Unterrichtsstoff in den Fächern Deutsch und Mathematik des ersten Schuljahres der Grundschule nehmen wir uns die ersten zwei Schulbesuchsjahre Zeit.

Natürlich steht von Beginn an die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler im Fokus – je nach Stärke und Schwäche sowie Lerntempo wird individuelles Material angeboten.

Fester Bestandteil des Unterrichts sind freie Unterrichtsphasen wie z.B. Lerntheken, in denen die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt an das selbstständige Lernen herangeführt werden.

Die Brüder-Grimm-Schule verfolgt als Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache immer  zwei Ziele:
Zum einen werden die vorwiegend fachlichen Inhalte der Lehrpläne der allgemeinen Grundschule unterrichtet. Zum anderen erfolgt eine gezielte Förderung in den zentralen Entwicklungs- und Förderbereichen, die sich an den individuellen Kompetenzen der Schüler orientiert. Dies bedeutet, dass während des gesamten Unterrichts die sprachlichen Schwierigkeiten unserer Schüler beachtet werden.

 

Dies sind nur einige Beispiele für Besonderheiten der Förderschule Sprache, die die sprachlichen Beeinträchtigungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen:

 

 

Viele Strukturen im Tagesablauf werden visualisiert (z.B. Tagesablauf bzw Stundenplan) und viele Abläufe ritualisiert. Die immer wieder kehrenden Strukturen bieten den Schülerinnen und Schülern Sicherheit. Festes Ritual ist z.B. Erzählraupe Erna – hier dürfen die Schülerinnen und Schüler in geschütztem Rahmen von ihren Erlebnissen berichten. Jeweils ein Schüler hält das Klassentier in der Hand und bekommt so die Möglichkeit, frei zu erzählen und seine sprachlichen Kompetenzen individuell mit Unterstützung der Lehrkraft zu erproben und zu erweitern.

Das systematische Erarbeiten von „Wortschätzen“ z.B. angebunden an die Themen des Sachunterrichts sowie das Anbahnen einer aktiven Fragehaltung berücksichtigen beispielsweise Auffälligkeiten im Bereich des Wortschatzes. 

Fachbegriffe beispielsweise in den Fächern Deutsch, Mathe und Sachunterricht erfahren besondere Beachtung und werden gezielt eingeübt. 

Während der Erarbeitung der einzelnen Buchstaben im Fach Deutsch werden immer auch Besonderheiten der Artikulation besprochen und geübt und durch die schulintern einheitlichen Lautgebärden sichtbar gemacht. 

Können Schülerinnen und Schüler den Vorgaben der Grundschulrichtlinien nicht folgen, kann ab dem dritten Schulbesuchsjahr in den Bildungslernen Lernen gewechselt werden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten dann Unterrichtsmaterial, das sie individuell in ihrem eigenen Tempo bearbeiten können. 

Lehrwerke im Fach Deutsch

 

Zur Erarbeitung der Buchstaben starten wir im Fach Deutsch mit dem Lulu-Lehrwerk, welches uns über die Hexenfigur Lulu einen spielerischen Start in das Fach Deutsch ermöglicht.

Mit dem Lulu-Lehrwerk führen wir in einer festen Reihenfolge nach und nach alle Buchstaben ein. Begonnen wir dabei mit den Vokalen A, E, I, O, U, dann folgen die anderen Buchstaben geordnet von einfachen zu schwereren Buchstaben. Silben und Wörter werden Stück für Stück aufgebaut. Dies und die immer wiederkehrenden Aufgabenformate bieten eine sichere Orientierung für die Schülerinnen und Schüler.

 

Ab dem dritten Schulbesuchsjahr S3 setzen wir seit diesem Schuljahr das Lehrwerk Zebra ein.

Für das Lehrwerk sprechen die lange beibehaltene Silbenschrift sowie klar strukturierte Seiten und ein ansprechendes Layout.

 

Ergänzt werden die hier genannten Lehrwerke durch zahlreiche Selbstlernhefte und Material, das von den Kollegen selbst erstellt wird. 

Lehrwerk im Fach Mathematik

 

Für das Fach Mathematik haben wir uns für das Lehrwerk 1,2,3 entschieden. Dieses ist speziell für Schülerinnen und Schüler mit Schwierigkeiten im Bereich Sprache ausgerichtet. 

Auch im Fach Mathematik wird das Material des Lehrwerks durch Selbstlernhefte sowie selbst erstelltes Material ergänzt. 

Brüder-Grimm-Schule

Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache im Primarbereich

Estern 93

48712 Gescher

Tel.: 02542/4592

Fax: 02542/7293

Email: grimm-schule@t-online.de

 

Das Sekretariat ist durch Frau Hertog in der Regel von 07.30 - 11.00 Uhr besetzt.

 

Weitere wichtige Telefonnummern:

OGS - Frau Gedding

02542/9299022

 

Kreis Borken (Busregelungen) - Frau Kempkes

02861/6814229

 

Nützliche Internetadressen für Eltern

Landesverband der Eltern und Förderer sprachbehinderter Kinder und Jugendlicher:

Sprachbehinderungen.de

 

WebNetzSprache:

www.dgs-westfalen-lippe.de/1_47_Kreis-Borken.html

 

Wissensplattform für Sprachheilpädagogik und Sprachheiltherapie:

Sprachheilwiki

 

Selbsthilfe Stottern NRW:

http://www.stottern-nrw.de/

 

Selbsthilfe Mutismus:

http://www.mutismus.de/

 

Autismus:

Autismusambulanz DRK Kreis Borken:

 

Schulamt Kreis Borken:

AO-SF-Formulare